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Cigarrenwissen

Über Cigarren

Geschichte und Informationen
Wenn Sie an handgerollte Premium - Cigarren denken, fallen Ihnen sicherlich auf Anhieb Länder wie Cuba, Dominikanische Republik, Nicaragua oder Honduras ein. Aber auch von den Kanaren, aus Brasilien, Indonesien (Sumatra) oder Mexiko kommen sehr gute Longfiller - Cigarren. Gerade in diesen Ländern wächst auf Plantagen bei äußerst günstigen klimatischen Verhältnissen eine umfangreiche Auswahl exzellenter Tabake.
Hier reichen erfahrene, aber sehr bescheidene Cigarrenroller (Torcadores) ihre Liebe zur Cigarre und ihr handwerkliches Können vom Vater an den Sohn weiter. Der Tabak wird mit großer Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Fachwissen zu Cigarren verarbeitet. Übrigens findet sich der erste Hinweis auf Tabak in den Tagebüchern des Christoph Columbus.

Nach der Landung auf Cuba am 28. Oktober 1492 schickte er zwei Matrosen auf eine mehrtägige Expedition in das Landesinnere.
Nach ihrer Rückkehr berichteten die beiden Männer von Eingeborenen, die "Rauch" aus Tabakbündeln rauchten. Diese Bündel wurden Cohibas genannt. Mit der Entdeckung der neuen Welt war auch bald der Tabakhandel geboren. Er verbreitete sich rasend schnell in die übrige Welt. Es dauerte aber bis zum neunzehnten Jahrhundert bis das Cigarrenrauchen in Mitteleuropa in Mode kam, obwohl es z.B. auf der iberischen Halbinsel zu der Zeit schon seit dreihundert Jahren Brauch war.

Der Tabak-Anbau
Nur in wenigen Regionen der Erde sind Klima und Böden dazu geeignet, Tabakpflanzen mit Blättern hervorzubringen, deren Aroma und Würze den hohen Anforderungen entspricht. Tabakpflanzer achten ebenso wie Weinbauern auf die perfekte Kombination der Elemente. Diese sind vor allem in Mittel- und Südamerika und in der Karibik gegeben. Wie schon vor Jahrhunderten sind Ernte und Aufbereitung des Cigarrentabaks bis heute sehr diffizile Vorgänge. Jede Pflanze sollte genau an dem Tag geerntet werden, an dem sie reif ist und jedes einzelne Blatt dieser Pflanze findet seine spezielle Verwendung. Die Blätter mit kräftigem Geschmack sind jene die sehr lange an der Pflanze bleiben. Das Gleiche gilt für die Blätter, die sich am nächsten der Sonne befinden. Deck- und Einlageblätter wachsen an verschiedenen Pflanzen. Sie werden entsprechend ihrer Aufgabe besonders behandelt. Deckblätter sollten stark und biegsam, aber trotzdem dünn genug sein, um sich eng genug um die Cigarren zu schließen. Auch für einen guten Abbrand ist dies sehr wichtig. Die Auswahl der Samen bestimmt bereits Struktur, Größe und Farbe des späteren Blattes. Etwa Ende September findet die Aussaat statt. Ca. 45 Tage dauert es, bis die Setzlinge etwa 20 cm hoch sind. Diese werden nun behutsam in die mehrmals umgepflügte weiche Erde der offenen Felder verpflanzt. Ein Teil der Pflanzen wird in der Sonne, der andere Teil in den Schatten gezogen. Aus den im Schatten unter Tülltüchern gezüchteten Pflanzen entstehen die dünnen und feingliedrigen Deckblätter. Die Pflanzen, die der vollen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind liefern die Einlage- und Umblätter. Sie sorgen für die Fülle der Aromen und die verschiedenen Geschmackskomponenten.
Nach weiteren 45 Tagen können die Blätter gepflückt werden. Man unterscheidet zwischen drei Blattarten: Ligero, Seco und Volado. Im unteren Bereich der Pflanze befinden sich die Volado - Blätter, sie brennen sehr gut und sind recht mild im Geschmack. Die Seco - Blätter im mittleren Bereich weisen nach der Verarbeitung durchschnittliche Geschmacks- und Aromawerte auf und brennen sehr gleichmäßig. Mit einer relativ großen Oberflächenstruktur warten die oberen Blätter auf. Sie brennen sehr langsam und haben einen sehr intensiven Geschmack, da sie ölhaltiger sind. Sie werden als Ligero bezeichnet. Die Volado - Blätter werden übrigens zuerst geerntet, wodurch die beiden anderen Teile der Pflanze eine lange Reifezeit erhalten. Die Tabakpflanze erreicht eine Höhe von etwa 1,00 - 2,40 m.

Die Tabak Ernte
Nach der Ernte werden die Blätter in Trockenschuppen gelagert und dort luftgetrocknet. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden genauestens kontrolliert. Gesteuert wird dieser Vorgang durch Öffnen und Schließen der Türen. Die Trocknung dauert zwischen 45 und 60 Tagen. Sind die Blätter braun, werden sie für den Gärungsprozess, auch Fermentation genannt, vorbereitet. Hierfür werden sie auf Haufen von etwa einem Meter Höhe geschichtet. Die erste Fermentation dauert etwa 30 - 40 Tage. Es entsteht eine recht milde Temperatur von ca. 35° Grad Celsius. Sie wird durch Druck und Feuchtigkeit erzeugt. Ist der erste Fermentationsprozess beendet, werden die Blätter gekühlt und befeuchtet. Dann werden Einlage- und Umblätter teilweise von den Rippen abgetrennt. Bei den Deckblättern findet dieser Arbeitsgang erst später in der Fabrik statt. Jetzt folgt die Hauptfermentation. Dafür werden die Blätter auf Haufen (burros) aufgeschichtet. Die Höhe dieser Haufen beträgt zwischen 1,80 - 2,40 m. Es entsteht eine Temperatur von ca. 45° Grad Celsius. Hierbei werden Säfte und Ammonium abgebaut. Der Tabak wird durch diesen Vorgang dunkler und die Stärke in den Blättern verwandelt sich in Zucker. Während dieser Zeit werden die Haufen mehrmals umgeschichtet. Man achtet sehr genau darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch steigt. Durch diesen sehr sorgfältig überwachten Prozess enthält der Cigarrentabak später weniger Säure, Nikotin und Teer als Cigarettentabak. Nun werden die Blätter in die Fabriken transportiert, wo sie zunächst auslüften und dann zu Bündeln (tercios) verarbeitet werden. Schließlich werden sie bis zu drei Jahren gelagert bevor Cigarren aus ihnen gemacht werden. Zwecks Weiterverarbeitung werden die Ballen später geöffnet, auseinander gefaltet und mit Wasser besprüht. 

Herstellung der Cigarren
NachBevor nun der Tabak auf den Tisch des Rollers (Torcedors) kommt, wird er vorher von Mischern nach Geschmack sortiert. Der Torcedor wickelt nun mit ruhiger Hand die Einlageblätter in das Umblatt. Das erfordert sehr viel Umsicht und Routine, weil die Cigarre beim späteren Rauchen ein gutes Zugverhalten haben muss. Dieser so genannte Wickel wird jetzt in die Cigarrenformplatten gelegt, die für ca. eine halbe Stunde als Bündel in den Pressstock kommen. Mittlerweile wird in vielen Fabriken der Wickel auf seine Zugverhalten hin geprüft. Der letzte und entscheidende Arbeitsschritt des Rollvorgangs ist die Anbringung des Deckblatts bzw. der Kappe. Das Deckblatt wird mit der Oberseite nach unten auf den Arbeitstisch gelegt und so zugeschnitten, dass er den Wickel perfekt umhüllt. Die Kappe wird aus einem Deckblattrest geschnitten und angebracht. Die nun fertige Cigarre wird in Bündeln zu 50 Stück zur Endkontrolle gegeben wo sie optisch begutachtet wird. Stichprobenweise werden Cigarren entnommen und von einem Fachmann (Catador) geraucht.
Die Cigarren werden jetzt farblich sortiert - man unterscheidet 68 verschiedene Farbtöne - so dass die Cigarren einer Lage in der Cigarrenkiste immer den gleichen Farbton haben. Jetzt werden die Bauchbinden sorgfältig und immer an der gleichen Stelle mit einem Naturklebstoff angebracht. Dann wandern die Cigarren zum Verpacken. Sie werden liebevoll mit der Bauchbinde nach oben gerichtet in die schönen Kisten gelegt. Zwischen die obere und die untere Lage wird ein dünnes Zedernholzblatt gelegt. Bevor die edlen Cigarren nun auf die Reise gehen, werden sie für mehrere Monate im Reiferaum gelagert, damit sich die unterschiedlichen Aromen der einzelnen Tabakblätter miteinander vermischen.

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